Herzhausen. Nicht immer kommt es auf die Größe an. Klein aber fein, lautete das Motto vergangenes Wochenende am Edersee auf dem Campingplatz „Teichman“ in Herzhausen. Rund 600 Bonsai-Bike-Fans aus ganz Deutschland trafen sich hier, um mit Gleichgesinnten ihrem außergewöhnlichen Hobby nachzugehen.
Keine Affen von der Stange
Mit der Urversion einer Honda „Monkey“ haben die meisten der Bikes, die es hier zu bestaunen gab aber nur noch wenig gemein. Die Winzlinge werden getunt, veredelt und umgebaut was das Zeug hält. Dabei erreichen einige der Maschinen Spitzengeschwindigkeiten von über 160 km/h. Es scheint beinahe so als gäbe es einen internen Wettstreit, um das beste Bike.
Ein absolut affiges Lebensgefühl
„Mich könnte man ja schon fast als Großvater der Monkey-Szene in Kassel bezeichnen,“ sagt „Tolo“. Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es für den 52-jährigen kein schöneres Hobby. „ Es geht um mehr als nur darum, die kleinen Bikes über Landstraßen und durch Kurven zu bewegen. Monkey-Fahren ist eine Lebenseinstellung. Ein Bisschen verrückt muss man natürlich auch sein.“
EXTRA INFO
Was sind Bonsai-Bikes?
Das bekannteste der „Mini-Motorräder“ ist ohne Zweifel die „Honda Monkey“. Ende der Sechziger Jahre brachte der Motorradhersteller das Mopped erstmals auf den Markt. Es heißt, der Name „Monkey“ leitet sich aus der affenähnlichen Sitzpositzion ab. In den Anfangszeiten waren die kleinen Bikes hauptsächlich an Gepäckträgern von Wohnmobilen zu sehen. Erst in den späten 70er Jahren wurde das Vehikel zum Kult-Fahrzeug.
- Schon seit den Anfängen im Monkeys-Fieber: Tolo (52)
- Unzählige Fans und entspannte Stimmung beim Bonsai-Bike-Treffen am Edersee. Fotos: Driske





















































